„Keine Nationalflaggen, keine sexistischen, homophoben und transphoben Sprüche“, ist an den Eingangstüren des „Südblock“ am Kottbusser Tor plakatiert. Während die deutschen und kanadischen Spielerinnen auf der Leinwand die Nationalhymnen singen, ertönt im Südblock noch laute Discomusik. Den VeranstalterInnen geht es schließlich nur um Fußball, nicht um Patriotismus. Im Inneren des Pavillons ist kein Stehplatz mehr frei, als das Eröffnungsspiel der Frauen-Fußball-WM angepfiffen wird, die Mehrheit der Gäste sind Frauen. Allerdings fiebern – entgegen der erklärten Neutralität des Südblock – deutlich mehr ZuschauerInnen mit dem deutschen Team mit.
Bei der ersten Frauenfußball-WM in Deutschland soll sich Fußball ja "von seiner schönsten Seite" zeigen. Mit der WM beginnt auch das Festival "Discover Football". Es geht unter anderem um Straßenfußball "von seiner schönsten Seite" aus aller Welt. Und es findet statt in einem kleinen Stadion in Berlin-Kreuzberg. Eine Veranstaltung, die schneller politisch wird, als man denkt.
Der Beitrag lief am 26. Juni 2011 bei Neonlicht auf Deutschlandradio Kultur.
Länge: 4:06 Min.
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Andrea kommt aus einer Fußballerfamilie, deshalb fing sie schon mit fünf Jahren an zu kicken. Heute trainiert sie beim Berliner Fußballclub „Al-Dersimspor“. Vor einigen Jahren spielte sie in Teheran gegen die iranische Nationalelf. Daraus ist die Idee entstanden, ein Fußballturnier in Berlin auf die Beine zu stellen - für Frauenteams, die sich sozial engagieren. „Discover Football“ heißt das internationale Fußball-Festival, bei dem in diesem Jahr acht Teams parallel zur Frauenfußball-WM gegeneinander antreten.
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