Sexismus

Make Art, Not War! (ND, Juli 2011)

Kunst am Rande Europas: Junge Künstler in Banja Luka thematisieren Krieg und Nationalismus

Veso Sovilj ist Künstler und Professor an der Kunstakademie in Banja Luka. Er sitzt in seinem Stammlokal in einer Nebenstraße der Hauptstadt des serbischen Teils von Bosnien und Herzegowina. Spitzer Bart, die Augen vom vielen Alkohol glasig. Er trinkt sein erstes Bier. Plötzlich springt die Tür auf und ein Sondereinsatzkommando der bosnischen Polizei stürmt das Lokal und nimmt ihn fest. Maschinengewehre, ein Hubschrauber kreist. Er wird abgeführt und verhört. Mehrere Kamerateams filmen die Festnahme.

Kicken ohne Sexismus

Das Netzwerk „F_in“ kämpft seit sieben Jahren gegen Diskriminierung in der Welt des Fußballs

Keine Nationalflaggen, keine sexistischen, homophoben und transphoben Sprüche“, ist an den Eingangstüren des „Südblock“ am Kottbusser Tor plakatiert. Während die deutschen und kanadischen Spielerinnen auf der Leinwand die Nationalhymnen singen, ertönt im Südblock noch laute Discomusik. Den VeranstalterInnen geht es schließlich nur um Fußball, nicht um Patriotismus. Im Inneren des Pavillons ist kein Stehplatz mehr frei, als das Eröffnungsspiel der Frauen-Fußball-WM angepfiffen wird, die Mehrheit der Gäste sind Frauen. Allerdings fiebern – entgegen der erklärten Neutralität des Südblock – deutlich mehr ZuschauerInnen mit dem deutschen Team mit.