Ousmane Diarra streckt eine Hand in die Luft und schwenkt eine weinrote Karte. „Pour la libération de Circulation!“ ruft er. Der Mann steht im Niemandsland zwischen Mauretanien und Mali. Im Hintergrund formiert sich eine Demonstration. Seit Ende Januar ist die Karawane Bamako-Dakar unterwegs, ihr Ziel: das Weltsozialforum in der senegalesischen Hauptstadt.
Die Dämmerung ist eingebrochen, der Sand auf den Straßen dämpft die Geräusche, kleine Lehmbauten verstecken sich am Straßenrand, als vier Reisebusse in die Kleinstadt Nioro im Norden Malis einfahren. Menschen mit orangefarbenen T-Shirts steigen aus den Bussen. Sie trommeln und tanzen. »Für offene Grenzen« ruft eine auf Französisch, »Für Bewegungsfreiheit« ein anderer. Dann stimmen sie ihr Lied an.
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